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Zum Ende der Seite springen Arbeitsgenehmigung und Gewerbeanmeldung
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Jamanja
Bwoy


Dabei seit: 11.02.2010
Beiträge: 14

Arbeitsgenehmigung und Gewerbeanmeldung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Meine Erfahrungen bei Gewerbeanmeldung und Arbeitsgenehmigung wollte ich euch nicht vorenthalten:
Montags bin ich/wir also um 5:30h nach Kingston gestartet, mit der Erwartung alles, was noch nötig war, an diesem Montag zu erledigen, weit gefehlt!
Wir waren auch brav um 9:15h bei der Gewerbeanmeldung und hatten auch sogar eine nette Beamtin am Platz, die uns sehr behilflich war, alleine das Ausfüllen ober bzw. das Ausbessern der ungefähr insgesamt 20 Seiten der 5 Formulare hat ca. 2h gedauert. Glücklicherweise haben wir das meiste nur in Bleistift ausgefüllt, weil wir uns einfach nicht sicher waren. Ging alles recht gründlich zu. Dann dachte ich, ok, jetzt bekommst du deinen Zettel für den Cassier, zahlst und gehst. Aber nein, wir brauchten noch einen roten Stempel auf dem Companies Act Formular, diesen Stempel bekam man aber nur 1x in der Stadt und zwar auf der gegenüberliegenden Seite, wie praktisch, vor allem, wenn man sich nicht auskennt!
Dann dachte ich bei mir, ok, jetzt sind wir schon in New Kingston, dann lass uns doch gleich den Police Record (Führungszeugnis von Wayne) abholen oder beauftragen, dafür waren wir nämlich letztes Mal zu spät, da schon um 3:00h geschlossen war! Er musste nun bei einer bestimmten Adresse ein Stück Papier holen, zahlen und damit, wen wundert´s, nach Downtown, in eine gefährliche Ecke um, wir wussten es nicht…
Ich ging davon aus, das kann nicht so lange dauern und wollte weder meinen Laptop im Auto alleine lassen, noch mit Ihm mitkommen. Also entschied ich mich dafür, mich aus dem Auto aussperren zu lassen. Er überredete mich, die Tasche vorsichtshalber im Auto zu lassen und ich versprach, mich nicht von der Stelle zu rühren, war ja schattig unter den Bäumen, noch.
Ich mit zwei Zigaretten und Feuerzeug sitzend auf einem Baumstumpf unterm Baum und das rege Treiben um den großen Kreisverkehr beobachtend. Eine Zeitlang war das ja ganz interessant. Da ich bald außer einem Feuerzeug nichts mehr bei mir hatte, war auch das Angeschnorre oder die Angebote der diversen Verkäufer bald versiegt, hatte ja nichts dabei! Tja, leider! Denn aus den vermuteten 20 -30 Minuten wurden 2 Stunden, mittlerweile mit Durst, aufkommenden Hunger, Lust auf Zigaretten und ohne Handy und Geld. Ich dachte schon, ich müsste an dem Platz übernachten. Konnte ihn auch nicht anrufen, denn wie gesagt, auch das Handy war im Auto neben mir eingeschlossen. Ein netter mitleidiger Rasta, der irgendwelche CDs neben mir verkaufte nahm sich mir an, hat mir eine Zigarette besorgt und wollte mir auch sein Handy leihen, was nicht viel brachte, denn ich wusste ja nur meine eigene Nummer auswendig. Endlich, nach gefühlten 10 Stunden Durst und Hitze, kam Wayne zurück, auch etwas angenervt, da er Fingerabdrücke geben musste, um dann ewig auf, wir wissen nicht was, warten musste. Jedenfalls ist der Police Record erst nach 4 Arbeitstagen abzuholen, also dann Freitag frühestens, super.
Wir fahren dann weiter, um die Stelle wegen des ominösen „roten Stempels“ zu finden, was dann auch geschah. Der Zeiger der Uhr rückte nun bedenklich vor, denn um 3:30h, also halb vier schloss ja die das companies office. 5 Minuten vor halb vier war er immer noch nicht zurück und es war klar, dass wir es nicht in wenigen Minuten zurück schaffen würden, also hab ich da angerufen und angekündigt, dass wir am nächsten Tag kommen würden. Ich beschloss nun für mich, hier zu übernachten, um am Folgetag den Rest zu erledigen und nicht nochmal den ganzen Weg hin- und herzufahren. Auch Wayne war damit einverstanden. Mittlerweile kannte ich mich doch schon ganz gut in Kingston aus und so fand ich relativ ohne Umwege zum Einkaufszentrum, wo ich schon mit Robert hingelaufen war. Dort habe ich unseren damaligen Fahrer angerufen und um Lotsendienst zu einen erschwinglichen Hotel gebeten.
Das Prestige Hotel war ganz nett, sogar mit Pool. Da wir aber nicht davon ausgegangen waren in einem Pool zu baden, hatten wir Nichts dabei, weder Kleidung zum Wechseln, noch Zahnbürste und am wenigsten Bikini und Badehose. Also fuhren wir wieder zum Einkaufszentrum zurück und kauften das Nötigste, um wenigstens nicht zu muffeln.
Ich war viel zu aufgekratzt um zu schlafen, er legte sich schon früh hin, ich legte mich an den kühlen Pool, ärgerte mich, dass ich nicht hinein gehen konnte und las. Um halb zwölf war auch ich endlich müde und ging ins Bett.
Morgens war ich wie immer früh auf und hatte fertig gefrühstückt, als er erst daher kam. Ein traumhafter Morgen auf der ruhigen Terrasse des Hotels mit einem wunderbaren Blick auf die Berge.
Neuer Tag, neues Glück!
Wir fingen nun wieder beim Companies Office an, wo man uns sagte, der Beleg sei von gestern und somit nun ungültig. Ich erwiderte, dass es am Vortag unmöglich war, den Stempel fristgerecht zu bekommen und unser Zettel wurde neu gedruckt, nun konnte ich zahlen und erfuhr, dass die Papiere nun 5 Arbeitstage brauchten und dann abgeholt werden konnten, also frühestens nächsten Dienstag, da am morgigen Mittwoch Feiertag in Jamaica ist. Auch recht, nun sind es ja schon 2 Dinge, die abgeholt werden mussten. Nun also weiter zum Ministry of Social and Security affairs, meine Anlaufstelle für die Arbeitsgenehmigung.
Nicht gleich auf Anhieb zu finden, aber doch machbar. Ich hatte das gleich weiße Spagettiträger Kleid an wie gestern und wollte mit meinen gesammelten Unterlagen eintreten. Aber Halt! Kein Eintritt ohne züchtige Schulterbedeckung. Sind wir hier in einer römischen Kirche?
Wayne musste also oben ohne im heißen Auto verharren und mir sein Hemd leihen, das ich über das Kleid zog. Mich bringt hier nichts mehr aus der Ruhe, außer der Zettel am Schalter, dass alles in dreifacher Ausfertigung abgeliefert werden muss und ich nur zwei Kopien hatte und die Originale, die ich sicher nicht hierlassen wollte und die fast heulenden beiden vor mir, die wegen eines fehlenden Dokuments die selbe weite Strecke wie wir erneut fahren mussten und auf den nächsten Tag vertröstet wurden. Ich fragte also flugs auf dem Gang nach einer Möglichkeit im Haus, um weitere Kopien anzufertigen und wurde in den 5. Stock verwiesen.
Der freundliche Mann im Kopierraum konnte “ leider“ nicht wechseln und so kostete das Kopieren nicht wenig. Ich denke, er hat sich schon gefreut, wusste aber nicht, dass ich später wieder kommen würde.
Die Unterlagen waren nun vervollständigt und ich ging an den Schalter. O mein Gott, ich hatte mein Bewerbungsschreiben nicht an das Permanent Secretary mit Adresse adressiert, ein Eigentor, jedoch lies ich mich nicht abwimmeln, sondern fragte nach einer Möglichkeit, dies per Hand einzusetzen, was auch auf Nachfrage gewährt wurde. Nun wurde mir ein Einzahlungsbeleg ausgehändigt, den ich in einer bestimmten Bank bar einzahlen sollte. Die Bank war wie üblich nicht leicht zu finden, aber nun bin ich die Schnitzeljagt ja schon gewöhnt.
Endlich nach einer Schlange von 17 Menschen, Schlange stehen nicht nur in der Bank ist hier täglich Brot, konnte ich ca. 140,- Euro löhnen und wieder zum Ministry zurückfahren, erneuter Kleidertausch. Nun wurden alle Unterlagen gesichtet und für ausreichend befunden, lediglich der Beleg der Registrierung fehlte. Ich holte ihn aus dem Auto, kopierte in 3x und lieferte ihn ab, fertig, denkste! Zettel bekommen und nun zur Immigration, man ahnt bereits, dass diese nicht in der Nähe ist. Erneute Suche der Immigration. Dort nochmals ca. 100,- Euro löhnen für irgendeine Extension, Zettel ausfüllen und Pass abgeben, na toll. Ich habe nun gerade noch 20,- Euro für Sprit nach Hause, keinen Pass mehr (den ich zum Umwechseln brauche), denn den kann ich erst wieder nach 3 Arbeitstagen gegen ein Entgelt von 25,- Euro abholen. Zum Glück ist der Kühlschrank voll. Nur blöd, dass wir ab dem 22. Ja täglich in der Schule sitzen und deshalb frühestens alles am 5 . März abholen können. Nun ist es kurz nach 3h und wir sind fertig, mit allem!
Auf dem Rückweg, diesmal über Ocho Rios, haben wir Tropenregen, was Schrittgeschwindigkeit bedeutet und Löcher, die man nicht sieht. Wir holen noch Zündkerzen bei unserem Autohändler ab und ich besuche Elke, die am Weg wohnt. Zum ersten Mal nach 3 ½ Wochen.
Es wird halb 10, als wir endlich heimkommen. Ich mach schnell 2 Sandwiches und versuche zum ersten Mal Geld mit meiner Kreditkarte am Automaten zu ziehen und es klappt. Ich muss also nicht verhungern bis zum 5. März.
01.03.2010 20:20 Jamanja ist offline E-Mail an Jamanja senden Homepage von Jamanja Beiträge von Jamanja suchen Nehmen Sie Jamanja in Ihre Freundesliste auf
Claudia Claudia ist weiblich
Futzeknubbel


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Herkunft: Köln

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Hallo Anja,

boah, was ne Story...never ending... oder habt Ihr es etwa doch schon geschafft Zustimm

Weiterhin viel Erfolg...

__________________
Grüsse
Claudia
02.03.2010 14:20 Claudia ist offline E-Mail an Claudia senden Homepage von Claudia Beiträge von Claudia suchen Nehmen Sie Claudia in Ihre Freundesliste auf
Jamanja
Bwoy


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Hallo Claudia!
Danke für die Glückwünsche, aber wir sind noch nicht fertig mit Allem!
Gerade besuchen wir die Schule und lassen uns certifizieren unter Team Jamaica und dann mache ich die Tour Guide Ausbildung!
Dann die Anmeldung beim Tourist Board und dann kanns losgehen! Ist aber alles sehr interessant und mir wird auch nicht langweilig!
Bis bals
Anja
03.03.2010 02:56 Jamanja ist offline E-Mail an Jamanja senden Homepage von Jamanja Beiträge von Jamanja suchen Nehmen Sie Jamanja in Ihre Freundesliste auf
Reggaefan Reggaefan ist männlich
Reggae rules


Dabei seit: 01.07.2007
Beiträge: 229

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He, he das war je ne Horrogeschichte. Mal ne Frage, hast Du Dich nicht vorab erkundigt? Im Netz gibt es doch so einige Gov. Pages auf denen die Procedere genauestens beschrieben sind?
Nun gut, bist ja fast durch, wenn auch mit eingen Erfahrungen und lustigen Erlebnissen.

Wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg und das Dein Business rollt.

Blessings Banana Dance

__________________
I don't like Reggae, oh no, I love it!
03.03.2010 15:32 Reggaefan ist offline E-Mail an Reggaefan senden Beiträge von Reggaefan suchen Nehmen Sie Reggaefan in Ihre Freundesliste auf
Jamanja
Bwoy


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Ja, natürlich habe ich mich vorher erkundigt und hatte einen regen Mailaustausch. aber man kann einfach das Meiste nicht per Mail machen, sondern man muss persönlich erscheinen oder per Brief und das dauert! Niemand sagt einem, dass man die Schultern beim Ministry of Social and Security bedecken muss! Wo sind wir denn hier? Und dann kennen sich nicht mal die Einwohner Kingstons in Kingston aus, sodass ich mich nun als Fremde schon besser dort zurecht finde, als mancher dort!
Es war teilweise haarsträubend und lustig zugleich!
03.03.2010 21:05 Jamanja ist offline E-Mail an Jamanja senden Homepage von Jamanja Beiträge von Jamanja suchen Nehmen Sie Jamanja in Ihre Freundesliste auf
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