Allgemeine Informationen :
Jamaica ist die drittgröste Karibische Insel der grossen Antillen, mit einer Fläche von 10.991 km². Jamaica kann landschaftlich in drei Gebiete unterteit werden : in die Blue Mountains, das zentrale Hochland und die Küstenebenen. Der höchste Punkt der Insel ist 2256 m hoch. Es handelt sich hierbei um den Blue Mountain Peak. Die Hauptstadt ist Kingston. Regiert wird Jamaica durch einen Parlamentarische Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II. die durch Generalgouverneur Kenneth Hall vetreten wird. Regierungschef ist seit dem 11.09.07 Premierminister Bruce Golding. Die Einwohnerzahl wurde in 2006 mit 2.758.124 angegeben. Dies ergiebt eine Bevölkerungsdichte von ca. 250 Einwohner pro km². Die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich wurde am 6. August 1962 ausgerufen und besiegelt. Dies ist seit dem der höchste nationale Feiertag auf Jamaica. Die Amtssprache ist Englisch und die landestypische Sprache ist Patois. Hierbei handelt es sich um eine abgewandelte Multikultisprache.
Benzinpreise :
Das Tankstellennetz auf Jamaica ist gut ausgeprägt. Im Monat März 2010 kostete der Liter Super Benzin in der Nähe des Airport Montego Bay (Cool Oasis) 90,73 J$.
Drogen :
Drogen, egal welcher Art, sind auf Jamaica verboten ! Der Anbau von Marihuana (Ganja) ist verbreitet, jedoch verboten und steht auch auf Jamaica unter Strafe.
Einreisebestimmungen/Einreisedokument :
Zur Einreise nach Jamaica reicht ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass aus. Noch vor dem Anflug auf Jamaica, wird den Einreisenden von den Fluggesellschaften das offizielle Einreisedokument ausgehändigt. Dieses Einreisedokument muss bei der Einreise ausgefüllt und unterschrieben am Immigrationcounter abgegeben werden. Medikamente und zu verzollende Artikel müssen dort genau angegeben werden. Kofferkontrollen werden auch bei der Einreise stichprobenartig vom Zollpersonal durchgeführt.
Fortbewegung auf Jamaika :
Es existieren zwei internationale Flughäfen - Kingston und Montego Bay. Bis zum Hurrican Gilbert im Jahre 1988, verfügte die Insel über ein ca. 340 km langes Eisenbahnschienennetz. Heute ist das Schienenetz leider, bis auf einige Aussnahmen, nicht mehr in Betrieb. Es existiert ein ca. 15.000 km langes Straßennetz, welches sich bis auf einige Teile und den neuen Highway an der Nordküste, teilweise in einem nicht so guten Zustand befindet. Die sogenannten Pot-Holes (Schlaglöcher) prägen die Oberflächenbeschaffenheit mancherorts gravierend. Überall auf der Insel ist die Hupe das Wichtigste Teil an jedem Fahrzeug. Egal ob gegrüsst oder geschimpft wird, oder die Taxifahrer machen ihre freie Plätze damit kenntlich, überhall wird gehupt. Manch ein Besucher der Insel mietet sich ein Auto (Achtung Linksverkehr und rasant fahrende Jamaicaner), andere widerum bereisen die Insel wohl behütet mit einem Driver. Das typischste Fortbewegungsmittel jedoch sind die zahlreichen Minibusse und Routetaxis. Feste Halteplätze wie in Deutschland gibt es nicht wirklich. Markante Punkte an denen man sich zum Einsteigen trifft, jedoch schon. Eigentlich gilt immer die Devise, Hand raus oder winken, der nächste Fahrer, der ein Plätzchen frei hat oder auch nicht *lach*, wird schon anhalten. Diese Art zu Reisen, kann es mitunter sehr unterhaltsam und gemütlich eng werden. Dafür kosten die Fahrten aber auch nur ein Minimum gegenüber dem in Deutschland bekannten Fahrpreisen. Zum Beispiel wurde für eine Fahrt im Routetaxi an der Nordküste - von Ocho Rios nach St Anns Bay - im September 2008 100 J$ bezahlt. Die altbewährten Routetaxis haben auf Jamaika rote Kennzeichen und den Aufdruck ihrer Tour auf beiden Seiten des Fahzeugs. Neu angemeldete Fahrzeuge haben auf jeden Fall den Aufdruck der Tour auf den Seiten, jedoch fehlt meist noch das rotes Kennzeichen. Ein Tipp noch, wer nicht weiss was eine Fahrt kostet, sollte auf jeden Fall vorher fragen, ansonsten kann es böse Überraschungen im nachhinein geben. Routetaxis sind nur für 4 Personen + Fahrer versichert. Oftmals sind jedoch 5-6 Mitfahrer an Bord, versicherungstechnisch liegt dies somit im argen und sollte beachtet werden. Also AUFPASSEN!.
Hurricane :
Die Hurricaneseason ist jährlich vom 01.06. bis 30.11.
Informationen dazu finden Sie in unserem Forum sowie unter den "Empfehlenswerten Links" auf der linken Seite des Portals
Internet :
Jamaica ist ein schnell wachsendes und fortschrittliches Land und oftmals wird als Internetverbindung DSL angeboten. In vielen Gästehäusern und Hotels werden Internetverbindungen gegen geringes Entgelt angeboten. In vielen Orten gibt es Internetcafes, deren Gebühren auch nicht zu hoch sind. Die drei grossen Telefonanbieter : Digicel, Lime und Claro bieten Internet auch via Handyzugang an.
Konzerte und Partys :
Konzerte und Partys gibt es unzählige auf Jamaica. Die Veranstaltungen sind meist zum Wochenende hin und werden über die ansässigen Radiostionen (siehe Empfehlensewerte Links auf der Linken Seite) oder unzählige Hartpapp-Plakate angekündigt. Der Beginn ist meist am Abend (20-21 Uhr) mit Newcomern oder nicht so bekannten Artists. Es empfiehlt sich jedoch erst am späten Abend oder gegen Mitternacht dort hin zu gehen. Das Ende ist meist erst im Morgengrauen. Da Jamaica eine sehr musikalische Insel ist, darf sich der Besucher nicht wundern, wenn es auf der Insel überall wummert und meist nur in der Natur oder im Hinterland friedliche Ruhe zu geniessen ist. *grins*
Religionen :
Jamaica ist das Land mit den meisten Kirchen pro Quadratkilometer. Die bekannteste Religion ist die der Rastafari. Deren Ursprung liegt darin, dass am 02. November 1930 in Äthiopien ein Mann namens Ras Tafari Makonnen zum dortigen Kaiser gekrönt wurde. Jenseits des Ozeans verkündete eine kleine Gruppe von dort ansässigen Afro-Jamaikanerinnen, der afrikanische Herrscher, der sich Haile Selassie I. nannte, sei der Messias. Dieser Moment war die Geburtsstunde der Rastafaribewegung. Die Jamaikaner, die Nachfahren der aus Afrika verschleppten Sklaven waren, litten damals (Kolonialzeit) unter der kulturellen Entwurzelung und der kolonialen Ausbeutung. Sie fühlten sich als im Exil lebend und hofften, von ihrem Messias gerettet zu werden. Ihr erklärtes Ziel war die spirituelle, kulturelle und physische Rückkehr ins Mutterland Afrika. Binnen weniger Jahre entwickelte sich Rastafari zu einer eigenständigen Religion mit einer sehr umfassenden Weltanschauung. Die Rastas zelebrieren noch heute ihren Ursprung in Afrika. Die westliche Kultur lehnen die Rastas als sogenanntes Babylon ab. Sie entwickelten einen eigenen Lebensstil. Das Markenzeichen der Rastas ist die Haartracht, die Dreadlocks genannt wird. Sie kreierten eine eigene Sprache und konsumieren Marihuana - Ganja. Aus der Rastaphilosophie entstand der Reggae. Diese Musikrichtung ist mittlerweile weltbekannt und weit über die Grenzen der Religion und Jamaika bekannt. Im Reggae bringen die Rastas ihren Glauben und ihre Hoffnung auf Erlösung zum Ausdruck. Der bekannteste Prophet der Rastafari war Bob Marley, der in seinen Liedern und Texten das Leben und denken der Rastas verinnerlichte und populär machte.
Telefon :
Die ansässigen Telefonanbieter - z.B. Digicel - bieten in Ihren Geschäften SIM-Karten an. Diese kosteten im Juli 2008, 580 J$ (5,50 €). Diese Sim-Karte kann in jedes freigeschaltete (unlocked) Handy eingesetzt werden. An vielen Verkaufstellen - die am Werbeschild zu erkennen sind (eigentlich fast überall und fast jeder verkauft welche), kann man sich die dazu passenden Telefonkarten, ab 130 J$ (100 J$ Gesprächsguthaben zzgl. Steuern) kaufen. Mit 100 J$ Guthaben kann man ca. 5 Minuten nach Deutschland und andere Länder, ausser Kuba, telefonieren. Egal ob es sich hierbei um Festnetz- oder Handy handelt. Bei jeder ersten Aufladung im Monat, verschenkt Digicel sogar 100 J$ Guthaben. Ein kurzes Gespräch nach Deutschland kostet somit meist nur ein Paar Euro, im Gegensatz zum teuren Tarif, den der Deutsche Telefonanbieter kassieren würde, wenn mit den Deutschen Vertragskarten von Jamaica aus telefoniert würde. Ein Gespräch von einer Minute kostet in Jamaica - egal wohin auf der Welt - 20 J$ +Tax, Cuba kostet 70 J$ + Tax. Zur Inbetriebnahme der jamaicanischen Telefonkarten genügt ein normales Handy, es muss kein Tribandhandy sein. Die Vorwahl für Jamaica lautet +1 876
Währung :
Auf Jamaika wird mit dem Jamaica$ bezahlt. In den Touristengegenden werden meist auch US$ in bar akzeptiert. Hierbei lag der Kurs Mitte Juli 2010 bei 84,75 J$ für einen US$. Alle Banken und Wechselstuben (z.B. Western Union) akzeptieren auch Euro. Mitte Juli 2010 wurden für 1,00 € 110,70 J$ bei Western Union ausbezahlt und im Flughafen direkt nach dem Immigrationcounter 99,75 J$. Travellerschecks können gerne mitgenommen werden, aber auf Grund des Euros empfehlen wir die EC Karte und ein wenig Bargeld. Das gestaltet den Aufenthalt preiswerter und unkomplizierter. Kreditkarten können ebenfalls an jedem Bankautomaten benutzt weden. Kunden der Deutschen Bank können sogar bei der ortsansässigen Scotiabank kostenlos Bargeld mit Ihrer EC Karte abholen. Hierbei wird der jeweilige Tageswechselkurs berechnet, jedoch keine weiteren Gebühren. Andere Banken berechnen eine Gebühr, die durchschnittlich zwischen 5 und 15 € liegen kann. Schwarzmarkthandel mit Devisen ist verboten und lohnt auch nicht.